Du erkennst diese Situation?
Du machst dir Sorgen um eine Person die dir wichtig ist. Vielleicht ist die Wohnung deiner Mutter, deines Vaters oder eines Freundes in einem Zustand, der dich beunruhigt. Vielleicht weißt du schon lange davon, aber hast nicht gewusst was du tun sollst.
Das ist eine der schwierigsten Situationen für Angehörige: Du siehst das Problem, aber die Person selbst sieht es oft nicht – oder will keine Hilfe annehmen.
„Als Angehöriger bist du weder Therapeut noch Reinigungskraft. Deine Aufgabe ist es, die richtige Hilfe zu finden – nicht alles selbst zu lösen."
Typische Situationen für Angehörige
- Die Wohnung deiner Eltern ist nicht mehr hygienisch bewohnbar
- Du machst dir Sorgen um die Gesundheit der Person
- Du willst helfen, wirst aber abgewiesen
- Es gibt Konflikte in der Familie wegen der Situation
- Du weißt nicht ob und wann du eingreifen sollst
- Ein Umzug oder eine Wohnungsauflösung steht bevor
Was du als Angehöriger tun kannst
Ohne Vorwürfe kommunizieren: Der häufigste Fehler ist Kritik. „Warum machst du das nicht weg?" führt zu Rückzug. Besser: „Ich mache mir Sorgen um dich. Darf ich dir helfen?"
Professionelle Hilfe einbeziehen: Manchmal akzeptiert eine Person Hilfe von Außenstehenden eher als von Familienmitgliedern. Ein erfahrener Fachbetrieb kann hier eine Brücke bauen.
Schritt für Schritt: Versuche nicht alles auf einmal zu lösen. Ein kleiner Bereich, ein Zimmer – das gibt der Person das Gefühl der Kontrolle zurück.
Grenzen setzen: Du kannst nicht für jemanden anderen leben. Achte auch auf deine eigene Gesundheit und hole dir Unterstützung.
Was wir für Angehörige tun
Wir beraten dich kostenlos, wie du mit der Situation umgehen kannst. Wir vermitteln erfahrene Fachbetriebe, die auch im Umgang mit resistenten Betroffenen geschult sind.
- Kostenlose telefonische Erstberatung
- Einschätzung der Situation ohne die Betroffene Person direkt zu kontaktieren
- Vermittlung von einfühlsamen Fachbetrieben
- Begleitung durch den gesamten Prozess